Freitag, 18. Mai 2012

07:19

 

Homepage-Tipps & -tricks für Webmaster mit HTML

Eigene Fehlerseiten gestalten mit .htaccess (Beispiel: ERROR 404)

Standardfehlermeldung
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Bekanntlich gibt der Server bei Seiten, die nicht oder nicht mehr vorhanden sind, eine Standardmeldung mit dem Fehler 404 (ERROR 404 / siehe Bild rechts) aus. Eine elegantere Lösung anstatt der standardüblichen Meldung ist die Erstellung von eigenen Fehlerseiten, die zum vorhandenen Design der Webseite passen. Standardfehlermeldungen sind nicht nur unpersönlich, sondern enthalten ebenso kaum hilfreiche Informationen, um einen verirrten Besucher dennoch an das gewünschte Ziel zu führen. Dieses Manko lässt sich jedoch durch den Einsatz von eigenen Fehlerseiten beseitigen!

Die Einbindung von eigenen Fehlerseiten setzt voraus, dass Ihr Webhoster (ISP, Provider) einen Apache Webserver betreibt und den Zugriff auf die Datei .htaccess erlaubt. Ein Provider, der alle Vorraussetzungen hierzu erfüllt, ist beispielsweise die 1&1 Internet AG.

Bedeutung der bekanntesten Fehlermeldungen

  • 400 Bad Request (syntaktischer Fehler)
  • 401 Unauthorized (falsche Authentifizierung)
  • 403 Forbidden (keine Zugriffsberechtigung)
  • 404 File not found (Datei oder Verzeichnis nicht gefunden)
  • 500 Server Error (Fehler im Script oder bei der Scriptausführung)

Fehlerseite erstellen

Zunächst ist das Html-Dokument für die Fehlerseite anzulegen, das für den Fall einer Fehlermeldung angezeigt werden soll. In diesem Beispiel benennen wir das Dokument 'error-404.htm', welches bedarfsweise auch durch einen anderen Dateinamen ersetzt werden kann; der Eintrag in der .htaccess ist dann entsprechend zu korrigieren! Hinterlassen Sie auf der Fehlerseite möglichst einen sinnvollen Inhalt, der den Besucher freundlich darauf hinweist, dass die Seite nicht gefunden werden konnte oder nicht mehr existiert.
Verweisen Sie außerdem noch durch einen Link zur Startseite oder Sitemap, der nach Möglichkeit eine absolute Pfadangabe wie z. B. "http://www.ihre-url.de/" enthält. Die absolute Adressierung gilt auch für die im Head eingebundenen Stylesheets, Scripte etc.

Tipp: Zusätzlich kann im Head-Bereich des Fehlerdokuments auch ein entsprechendes Meta-Tag eingebunden werden, das Ihre Besucher ggf. zur Startseite um- bzw. weiterleitet. Notieren Sie dazu Folgendes im Head der Fehlerseite:

<meta http-equiv="refresh" content="10; url=http://www.ihre-url.de/">

Die 10 steht für zehn Sekunden, wodurch ein Besucher erst nach zehn Sekunden automatisch auf Ihre Startseite weitergeleitet wird. Die Verzögerungszeit bis zur Weiterleitung kann nach Bedarf eingestellt werden, indem Sie die 10 durch die gewünschte Sekundenzahl ersetzen; bei 0 würde ohne Verzögerung auf die Zielseite weitergeleitet werden.

Beachten Sie außerdem noch, dass das Fehlerdokument mindestens eine Speichergröße von 512 Byte erreicht, da es der Internet Explorer nur bei einer Größe von über 512 Bytes anzeigt.

Analog können auch für weitere Fehler entsprechende Dokumente kreiert werden!

Erstellung der Datei .htaccess

Sollte auf dem Webserver im Hauptverzeichnis noch keine .htaccess vorhanden sein, so erzeugen Sie selbst lokal auf dem Pc mit Hilfe des Text-Editors oder Wordpads (beide sind Bordmittel von Windows) eine solche als reine Textdatei. Beachten Sie vor allem, dass die Datei während des Speicherns keine Dateiendung erhält; auch der Punkt vor dem Dateinamen darf nicht vergessen werden!

Bereitet Windows beim Abspeichern der Datei jedoch Probleme, ist sie einfach als ganz normale Textdatei zum Server zu senden und kann gegebenenfalls dort umbenannt werden.

Liegt das Fehlerdokument in einem Unterverzeichnis, ist folgende Zeile in die Datei .htaccess zu notieren:

ErrorDocument 404 /verzeichnisxyz/error-404.htm

Wenn es direkt im Haupt- bzw. Stammverzeichnis liegen soll, dann notieren Sie dort Folgendes:

ErrorDocument 404 /error-404.htm

Vergewissern Sie sich, dass vor und nach der 404 ein Leerzeichen vorhanden ist.

Bei Verwendung mehrerer Fehlerseiten, notieren Sie z. B. folgende Zeilen in der .htaccess, wobei jede Fehlerseite jeweils eine eigene Zeile erhält:

ErrorDocument 400 /error-400.htm
ErrorDocument 401 /error-401.htm
ErrorDocument 403 /error-403.htm
ErrorDocument 404 /error-404.htm
ErrorDocument 500 /error-500.htm

Existiert bereits schon eine .htaccess auf dem Webserver, laden Sie die Datei herunter und notieren die entsprechenden Anweisungen unter die vorhandenen Einträge in einer neuen Zeile!

Der Upload zum Webserver

Nach Fertigstellung der Fehlerseiten sowie nach der Anpassung bzw. Erstellung der .htaccess können alle Dokumente incl. der .htaccess zum Server per FTP ins Hauptverzeichnis bzw. Unterverzeichnis übertragen werden. Sollten Sie sie in ein Unterverzeichnis wie z. B. "/verzeichnisxyz" ablegen, muss auf dem Server ein neuer Ordner mit dem entsprechenden Namen erstellt werden. Die .htaccess ist unabhängig vom Zielverzeichnis immer ins Hauptverzeichnis zu übertragen.

Nach gelungenem Upload zum Server aller Dateien rufen Sie nun Ihre Präsenz im Browser auf, um die Fehlerseite zu testen. Nach Aufruf der Startseite sehen Sie in der Adresszeile die Adresse "http://www.ihre-url.de/", die nach dem Endslash z. B. mit "http://www.ihre-url.de/seite-die-nicht-existiert.htm" erweitert wird. Folglich müsste der Browser jetzt das von Ihnen erzeugte Fehlerdokument ausgeben. Falls nicht, dann überprüfen Sie noch einmal, ob sich irgendwo ein Tippfehler eingeschlichen oder das Fehlerdokument die Größe von 512 Byte nicht erreicht hat.

Abschließend möchten wir Ihnen als Anreiz unsere Fehlerseite 404 präsentieren, die direkt in das Design der Seite incl. Logo, Fußzeile sowie kompletter Navigation integriert wurde.
Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Bau Ihrer eigenen Fehlehrseite/n!
[ veröffentlicht am 05.01.2008 ] __________________________

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Diese Seite wurde zuletzt am 31.08.2010 11:55 aktualisiert.
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