Montag, 25. September 2017

18:56

PSD (Photoshop Document)

PSD ist die Abkürzung für Photoshop Document

Vorteile, Nachteile, Zugriff, Bearbeitung, Speicherung und Konvertierung ...

Welche Vorteile hat das PSD?

  • Speicherung mehrerer Ebenen in einer einzigen Datei
  • zukünftiger Zugriff auf alle vorhandenen Ebenen zwecks Nachbearbeitung oder Korrektur (die Fertigstellung einer begonnenen Grafikarbeit kann daher auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen)
  • nachträgliches Hinzufügen weiterer Ebenen und/oder Effekten
  • Duplizieren von Ebenen
  • Reduzieren (zusammenführen) von Ebenen
  • vorhandene Effekte einer Ebene in andere Ebenen einkopieren
  • Löschen oder Ausblenden von Ebenen und/oder Effekten
  • verlustfreie Skalierungen (Größenveränderungen)
  • Transformieren von Objekten innerhalb einer Ebene (z. B. Position, Verzerrung, Spiegelung, Neigung und Drehung)
  • Überlagerung mehrerer Ebenen (transparente / teiltransparente) zur Erzielung reizvoller Effekte
  • Verschiebung von Ebenen bzgl. der Reihenfolge
  • Austausch von Ebenen und/oder Ebenenstile zwischen mehreren voneinander unabhängigen Grafiken
  • große Zeitersparnis bei unerwarteten Korrekturen (Beispiel: Bestünde eine Grafik aus nur einer Ebene, müsste sie bei einer Korrektur des Textes erneut hergestellt werden, wogegen beim PSD einfach auf die vorhandene Textebene gegriffen werden kann, um die Korrektur im Nu vorzunehmen)

Welche Nachteile hat das PSD?

  • Ebenen können nur vollständig bearbeitet oder angepasst werden, wenn sie in ungerastertem Zustand vorliegen. Auch ein verlustfreies Skalieren bzgl. der Bildqualität ist nur bei Grafiken möglich, die keine gerasterten Ebenen enthalten! Sobald z. B. ein Filter auf einer Textebene angewandt wird, funktioniert das nur durch Rastern der entsprechenden Ebene. Demzufolge kann der Text dann nicht mehr direkt bearbeitet werden, weil durch das Rastern grundsätzlich die Vektormaske verloren geht.
    In einem solchen Fall sollten Sie dann besser auf die Programme wie Adobe Illustrator, CorelDRAW oder Inkscape (Freeware) setzen, die speziell zur Bearbeitung und Erstellung von Vektorgrafiken (SVG = Scalable Vector Graphics) entwickelt wurden! Allerdings besteht auch noch die Möglichkeit ein entsprechendes Vektorisierungsprogramm wie z. B. Adobe Illustrator ab Version CS einzusetzen, wodurch sich eine Rastergrafik in eine Vektorgrafik umwandeln lässt.
  • Aufgrund der Ebenenspeicherung ist die Speicherkapazität im Allgemeinen um ein Vielfaches größer als bei den Formaten wie JPG, GIF oder PNG!

Fazit: Abgesehen von den gerasterten Ebenen einer Grafik, die zu berücksichtigen sind, bietet sich das PSD bzgl. der Ebenenspeicherung auch hervorragend für Grafiken mit hohem Wiedererkennungswert wie Logos, Banner etc. an, um sie bei Bedarf zu korrigieren oder sie für verschiedene Plattformen (Medien, Ausgabeformate) wie Print, Screen, Web sowie mobiles Web anzupassen bzw. zu skalieren, ohne dabei Verluste weder vom Wiedererkennungswert noch von der Bildqualität her einstreichen zu müssen.

Bild A
Symbole der Ebenenpalette

Pinsel zeigt die zu bearbeitende Ebene an Wie wird auf eine bestimmte Ebene zugegriffen?

Klicken Sie dazu auf die Ebene, die bearbeitet werden soll! Auf der linken Seite erscheint dann ein Symbol mit Pinsel, welches die aktive Ebene anzeigt! (siehe Bild A rechts).

Neue Ebene erstellen Wie wird eine neue Ebene erstellt?

Klicken Sie dazu auf das entsprechende Symbol der Ebenenpalette (siehe Bild A rechts)!

Auge zum Ein- oder Ausblenden von Ebenen oder Effekten Wie wird eine bestimmte Ebene oder Effekt ein- bzw. ausblendet?

Bei Klick auf das Auge kann eine Ebene oder Effekt ein- bzw. auch ausgeblendet werden (siehe Bild A rechts). Ist das Auge zu sehen, so ist die Ebene bzw. der jeweilige Effekt sichtbar bzw. eingeblendet!

Effekte anwenden Wie können auf einer Ebene Effekte angewandt werden?

Effekte lassen sich nur auf der gerade aktiven Ebene hinzufügen; die anderen Ebenen bleiben davon unberührt, sofern schon welche existieren. Bei Bedarf können die Effekte jedoch auch auf andere Ebenen durch Kopieren übertragen werden. Legen Sie zuvor noch die Fülloptionen wie z. B. die Deckraft der zu bearbeitende Ebene fest. Über das Ebeneneffekt-Symbol der Ebenenpalette gelangen Sie zur Auswahl aller vorhandenen Effekte wie Schlagschatten, Schatten nach innen, Schein nach außen, Schein nach innen, abgeflachte Kante und Relief, Glanz, Farbüberlagerung, Verlaufsüberlagerung, Musterüberlagerung sowie Kontur (siehe Bild A). Durch Anklicken des Symbols erscheint dann ein Kontextmenü, um den gewünschten Ebenenstil auszuwählen bzw. hinzuzufügen. Nach dieser Auswahl öffnet sich dann eine Dialogbox, über die sich die Parameter des Ebenenstils präzise einstellen lassen.

Textebene horizontales Textwerkzeug Wie wird auf eine Textebene zugegriffen, um das horizontale Textwerkzeug anzuwenden?

Um auf die Textebene zu gelangen, klicken Sie auf die entsprechende Ebene in der Ebenenpalette, sodass das Symbol mit dem Pinsel (siehe Bild A / Textebene ist dort gerade aktiv) links daneben angezeigt wird. Betätigen Sie nun die Taste [ T ] oder nutzen die Werkzeugleiste, um das horizontale Textwerkzeug anzuwenden. Durch Markieren des vorhandenen Textes im Bild, kann der Text nun überschrieben werden.
Bei unbeschrifteten Grafiken erzeugen Sie eine neue Ebene durch Anklicken von Neue Ebene erstellen, betätigen die Taste [ T ], fügen den gewünschten Text ein und formatieren diesen nach Bedarf mit der Textwerkzeugpalette. Ggf. können auch auf der Textebene Effekte angewandt werden!

Bild B
Text verschieben

Textebene horizontales Textwerkzeug Wie kann ein vorhandener Text verschoben werden?

Unter Verwendung des horizontalen Textwerkzeuges innerhalb der zu bearbeitende Textebene, klicken Sie in der Grafik auf den Text. Fahren Sie solange über die Grafik bis Sie rechts neben dem Mauszeiger ein Kreuz sehen können. Dann halten Sie die linke Maustaste gedrückt, während Sie den Text an die gewünschte Stelle schieben (siehe Bild B).

Warum sollte ein PSD für das Web in ein anderes Format konvertiert werden?

Bild C
Kontextmenü der Ebenenpalette

Eine Grafik im PSD-Format ist nicht zur Ausgabe im Web bzw. Browser geeignet, sondern muss vor dem Upload zum Server zuerst in ein anderes Format wie JPG, GIF oder PNG konvertiert werden. Des weiteren weist das PSD eine viel zu große Datenmenge auf, die sich allein schon von daher sehr unvorteilhaft bezüglich der Ladezeit im Browser auswirken würde.

Wie wird ein PSD in ein anderes Format konvertiert?

Nachdem die Grafik, die mehrere Ebenen enthält, angepasst bzw. fertiggestellt ist, speichern Sie sie zuerst wieder als PSD in einem speziell dafür vorgesehenen Ordner lokal auf Ihrem Pc ab, damit Sie bei Bedarf auch zukünftig Änderungen in den jeweiligen Ebenen der PSD-Grafik vornehmen können. Kopieren Sie im Anschluss das zu konvertierende PSD und öffnen dieses erneut. Reduzieren Sie nun alle gewünschten bzw. sichtbaren Ebenen auf eine, indem Sie wie auf Bild C den Pfeil, der oben rechts zu sehen ist, anklicken und im Kontextmenü "Sichtbare auf eine Ebene reduzieren" anwenden. Nun besteht das Dokument nur noch aus einer Ebene und kann über das Programmfenster mit Datei » Für Web speichern ... » Speichern als JPG, GIF oder PNG? in den Webordner [ images ] gespeichert werden.

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Diese Seite wurde zuletzt am 17.12.2016 13:32 aktualisiert.